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Das Schwert in der Stille Der Clan der Otori - Buch 1

Von Lian Hearn

Carlsen gebunden
ISBN 3-551-58106-1
(Kinder ab 12)
375 Seiten
18 Euro

Rezension:

Bislang hatte Takeo nicht gewusst, was Menschen einander antun können, nichts von den wilden Schlachten der Clans.

Doch als seine Familie ermordet wird und er selbst dem Tod nur knapp entkommt, verbindet er sein Schicksal mit dem Clan der Otori. Denn Otori Shigeru selbst war es, der ihm mit dem Schlangenschwert das Leben rettete. Von ihm lernt Takeo die Bräuche der Clans.

Neben Schwertkampf und Etikette widmet er sich jedoch noch anderen, dunkleren Künste: seiner Fähigkeit an zwei Orten zugleich zu sein, sich unsichtbar zu machen, seinem außergewöhnlichem Gehör.

Ohne diese Fähigkeiten würde er nicht überleben, mit ihnen aber gerät Takeo in eine Welt der Lügen, der Geheimnisse und der Rache. Und seine Liebe zu Kaede, deren Schönheit die Menschen verstummen lässt, zieht ihn noch tiefer hinein in das Ränkespiel der Clans ...

Neugierig geworden? Dann sollten Sie nicht versäumen, auf http://www.otori.de alles über den " faszinierendsten Roman des Jahres" (The Times) herauszufinden. Neben einer Lese- und Hörprobe (gelesen von Rufus Beck) und einem Interview mit der Autorin finden sich dort eine Inhaltsangabe der drei Bände, eine Übersicht der Charaktere, jede Menge Hintergrundinformationen und spannende Links.

Ein paar Seiten nur und schon ist es geschehen: Das Auge will den Blick nicht mehr von den Zeilen wenden, das Gehör wird nicht absolut, sondern verschließt sich im Gegenteil vor allen Geräuschen, die Ablenkung bringen könnten und der Leser ist verloren für die Realität, die ihn umgibt und stattdessen gefangen in den Abenteuern des Knaben Takeo.

Auf faszinierende Weise gelingt es der Autorin des direkt nach seinem Erscheinen hochgelobten Romans zwischen zwei Buchdeckeln eine geheimnisvolle und gänzlich fremde Welt und Kultur zum Leben zu erwecken.

Eine Welt, in der ein Fünfzehnjähriger mit sprachlosem Entsetzen mit ansehen muss, wie seine Angehörigen ob ihres Glaubens (dem der "Verborgenen", die an Vergebung glauben und an das Gebot "du darfst nicht töten") grausam niedergemetzelt werden und selbst nur ganz knapp dem Tod entgeht.

Eine Welt, in der eben dieser Bauernjunge von einem Moment auf den anderen in ein Ambiente geworfen wird, das ihm fremder nicht sein könnte: Das Haus einer vornehmen Familie, ein freundlicher Mann, der Vaterstelle an ihm vertritt, kundige Lehrer, die ihm beibringen, gleichermaßen ein Schwert und den Pinsel des Künstlers zu führen - und viele andere verborgene Fähigkeiten ans Licht zu bringen, von denen er selbst gar nichts ahnte. Erstaunliches, Befremdliches und Erschreckendes über seine Familie muss Takeo erfahren. Und auch über sich selbst lernt er eine Menge, über seine Gefühle, über die Handlungen, zu denen er fähig ist - und über jene, die er nicht übers Herz bringt, auszuführen .

Eine Welt auch, in der die siebenjährige Kaede von ihren eigenen Eltern als Geisel an den Hof eines Kriegsherrn geschickt wird, wo sie acht lange Jahre bei den Dienstboten leben muss, geschlagen, gequält und gedemütigt, ohne dass man es schafft, ihren Willen zu brechen oder ihre Beobachtungsgabe zunichte zu machen.

Wie sich die Wege dieser beiden jungen Menschen kreuzen - inmitten von politischen und familiären Intrigen, von grobschlächtigen Unholden und mitleidigen Wohltätern, von blutigen Gefechten, heißen Liebesnächten und von einer Vielzahl von Figuren, die ganz anders sind, als dies auf den ersten Blick scheinen mag - das ist spannend, anrührend, verwirrend, vor allem aber weckt es den Wunsch nach mehr!

Die fantastischen Elemente (etwa Takeos Fähigkeit, sich für kurze Zeit unsichtbar zu machen oder sein unglaubliches Gehör) werden genial verknüpft mit dem politischen Ränkespiel, das die japanische Feudal-Gesellschaft des Mittelalters in hohem Maße prägte. Denn obschon weder Orte noch Zeit mit tatsächlichen historischen Figuren übereinstimmen, sind doch Sitten, Gebräuche, Traditionen und Landschaften so bestechend nahe an der japanischen Realität jener Tage, dass die beschriebenen Ereignisse sich durchaus hätten auf diese Weise ereignen können.

Gleiches gilt für das Grundgerüst der Handlung, mit den verschiedenen Clans, die als Herrscher über unterschiedliche Landstriche Allianzen und Animositäten pflegen, Kriege führen und sich gegenseitig zu entmachten trachten, und mitten unter ihnen der geheimnisvolle "Stamm", der nur den eigenen Angehörigen gegenüber treu ist und ansonsten seine Dienste dem anbietet, der aus diesem oder jenem Grund opportun erscheint.

Was die Wahl-Australierin Hearn schon 1993 angedacht und ab September 1999 in nur acht Monaten handschriftlich zu Papier gebracht hat (um es in weiteren zehn Monaten - gleichsam der Dauer einer Schwangerschaft - bei der Eingabe in den Computer nochmals zu überarbeiten), das braucht sich nicht zu verstecken vor den großen in Europa angesiedelten historischen Romanen.

Und so scheint es, dass der Carlsen Verlag, der für viele in den letzten Jahren zum Synonym für "Harry Potter" geworden ist, ein weiteres Mal sein Geschick bei der Auswahl erfolgsträchtiger Stoffe bewiesen hat. Denn so packend ist die Handlung bis zur letzten Seite des ersten Bandes dieser viel versprechenden Trilogie um den "Clan der Otori", dass sie garantiert Furore machen wird bei Lesern jeden Alters und Fans jedes Genres.

Michaela Pelz krimiforum.de

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