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Die Tagebücher einer Nanny

Emma McLaughlin, Nicola Kraus

Manhattan Verlag gebunden
ISBN 3-442-54553-6
344 Seiten
21,90 Euro

Für Nanny war ein Job als Kindermädchen bisher immer der beste Weg, ihr Studium in New York zu finanzieren.
Als sie von den Eltern des vierjährigen Grayer angeheuert wird, ahnt sie jedoch nicht, worauf sie sich eingelassen hat. Schon bald ist sie für die Organisation des Alltags der so reichen wie neurotischen Mutter zuständig und muss nebenbei auch noch die Spitzenunterwäsche der Geliebten des Vaters entsorgen.
Gäbe es da nicht den attraktiven Harvard-Studenten, der im selben Haus wie Grayers Familie wohnt und in den sich Nanny Hals über Kopf verliebt hat, sie würde in diesem Alptraum den Verstand verlieren ...

Rezension:

Zum Lachen und Weinen
Sie haben lange nicht gelacht? Oder geweint? Oder unter Tränen gelächelt?
Dann nichts wie her mit diesem Buch!
Die Geschichte der Studentin Nan, die sich durch Babysitten ein gutes Zubrot verdient ist (zumindest in den Augen der meisten von uns) ebenso abstrus wie tragikomisch.
Engagiert nach einer Zufallsbegegnung im Park landet sich im Haushalt von Mr. und Mrs. X, die sämtliche Klischees bedienen: Er, ein Workaholic, der seine Frau übersieht, egal, was sie auch tut, sein Kind nicht wahrnimmt und für den das Kindermädchen eigentlich gar nicht existiert. Sie, ein egozentrisches Luxusgeschöpf, fast pathetisch in ihrem verzweifelten Versuch, den Mann, der sie geheiratet hat und ihr Leben finanziert, zu halten, dabei aber schamlos ausbeuterisch und absolut ohne Skrupel anderen gegenüber.
Und zwischendrin ein aufgeweckter, sich nach Liebe verzehrender Vierjähriger, der zwar alles hat, was man mit Geld kaufen kann, aber keine echten Eltern.
So viele traurige Schicksale
Doch damit steht er noch lange nicht alleine da, wie die regelmässigen Begegnungen mit anderen Kindern seines Alters auf Spielplätzen drinnen und draußen zeigen. Fast alle befinden sich in derselben Betreuungssituation. Diese bedauernswerten Geschöpfe mit Terminkalendern, die manchen Manager neidisch machen würden, haben Kindermädchen (oft hochqualifizierte Ausländerinnen aus armen südamerikanischen Ländern, die ihre eigene Familie jahrelang nicht sehen können, weil die Reise zu kostspielig ist - oder ihre Herrschaft ihnen einfach nicht frei gibt), mit denen sie tun und lassen können, was sie wollen. Und so wachsen sie auf, ganz ohne Orientierung, Grenzen oder auch nur Stabilität in ihrem Leben.
Ihre Mütter haben nur zwei Interessen im Leben: Gut aussehen und einkaufen, was der Geldbeutel des Gatten hergibt. Dafür quälen sie ihren Körper im Fitness-Studio oder Wellness-Center - und wenn das eigene Kind zur selben Zeit leider gerade mit hohem Fieber, Krupp-Husten und einer Mittelohrentzündung zu Hause liegt, nun, dann ist ja die Nanny da, die wird es schon richten ...
Schnell wird klar, dass diese, um ihren Job wirklich gut machen zu können, eine Mischung aus Mary Poppins, Florence Nightingale und Mutter Teresa sein sollte - allerdings am besten stumm und definitiv ohne eigene Meinung.
Abstruse und komische Situationen
Allerdings irrt, wer nun denkt, der ganze Roman sei ausschließlich ein Trauerspiel. Denn es fehlt nicht an außerordentlich witzigen Szenen: Etwa die Faschingsparty im Partnerlook von Kindermädchen und Schützling. An sich eine schöne Idee - aber nicht unbedingt im überlebensgroßen Teletubby-Kostüm ...
Auch die Anstrengungen, die Nan unternimmt, um ihre Chefin vor der Entdeckung zu schützen, dass sie nicht die einzige Frau im Leben ihres Mannes ist, entbehren nicht einer gewissen Komik.
Und zum Glück gibt es unter all den Abziehbildern, die den Roman bevölkern, auch noch eine Reihe echter Menschen: Zum Beispiel Nans Großmutter oder ihre Eltern, die ihr in Notsituationen mit Rat und Tat zur Seite stehen ... Außerdem ist da ja noch die wunderbare Liebesgeschichte zwischen Nanny und ihrem Traumprinzen mit allen Verwicklungen, Mißverständnissen und Versöhnungen, wie sie zu dieser Art von Story dazugehören.
Filmrechte bereits verkauft
Ein durch und durch gelungener Frauenroman möchte man meinen, was aber nicht automatisch den durchschlagenden Erfolg des Buches auf den amerikanischen Bestsellerlisten erklären würde. Für diesen ist wohl die Tatsache verantwortlich, dass das Autorinnenduo McLaughlin-Kraus die gesamte Geschichte nicht etwa erfunden, sondern auf persönliche Erfahrungen gegründet hat (eigene und die von anderen Kindermädchen). Und da mag wohl so manche Amerikanerin, die nicht das nötige Kleingeld besitzt, die Dienste einer Nanny in Anspruch zu nehmen, voller Genugtuung und mit leiser Schadenfreude lesen, wie es hinter den Fassaden der Schönen, Reichen und Berühmten zugeht.
Ob der Roman ein Umdenken bei den so schnöde und doch so humorvoll Angeprangerten zur Folge haben wird? Wohl kaum? Aber in jedem Fall bringt er so mancher geplagten Mutter ein Lesevergnügen der ganz besonderen Art - kein Wunder also, dass eine Verfilmung bereits angedacht ist.
(Michaela Pelz krimiforum.de)

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