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Frisch gemacht

Susanne Fröhlich

Krüger Verlag gebunden
ISBN 3-8105-0663-X
334 Seiten
18,90 Euro

Rezension:

Sind Mütter auch Menschen?
Andrea Schnidt ist durchaus dieser Meinung, aber die Welt scheint das öfters mal anders zu sehen. Schwiegereltern, Übermütter, verständnislose Chefs und nicht zuletzt der Kindsvater Christoph gehen ihr ganz schön an die Substanz. Von dem geliebten kleinen Monster mal abgesehen …

Ihr erster war gut - der vorliegende Roman ist noch besser!
Wenn die gebürtige Frankfurterin und Single-Expertin Susanne Fröhlich mit leichter Hand und spitzer Feder über das Leben einer berufstätigen Mutter mit Kind referiert, dann bleibt kein Auge trocken und die Leserin (der Leser sicherlich auch, aber die Zielgruppe ist dann doch wohl eher weiblicher Natur) wird sehr an sich halten müssen, ihre Morgen-Latte nicht postwendend auf den schmucken Einband zu prusten.
Zu bekannt kommt jedem, der Kinder sein eigen nennen darf, die Situation der Jungmutter mit ihrem "neuen" Baby: Der Haushalt bleibt liegen, frau fühlt sich dennoch gestresst ohne Ende und der dazugehörige Mann ist nicht wirklich eine Hilfe. Auch die obligatorische ehemals "beste Freundin" fehlt nicht, die Frauen jenseits Kleidergröße 40 für asozial, fett und widerlich empfindet (weil das so was "disziplinloses" hat).
Egal ob Babyschwimmen (und den obligatorischen, dem vorausgehenden "Szenen einer Anprobe"), PeKiP (dem Prager Eltern Kinder Programm, das nicht etwa eine gemeinsame Fahrt von Eltern und Kindern nach Prag mit Sightseeing in der Altstadt und gemeinsamem Essen von Zwetschgenknödeln, sondern eine erste Form von Babyturnen mit pädagogischem Ansatz darstellt), der schwierigen Entscheidung zwischen Tagesmutter, Au-Pair und Krippe, bzw. zwischen Tragtuch und Kinderwagen (inklusive vorprogrammierter Beziehungsunfähigkeit), Mutti-Krieg auf dem Spielplatz um Sand in den Haaren und Schüppchen auf dem Kopf oder dem ersten Urlaub mit Kleinkind (Verunreinigung des Pools mit inbegriffen) - kein Thema, das nicht in den ausgesprochen vergnüglichen Rückblenden der Ich-Erzählerin Andrea Schnidt Erwähnung fände.
Doch damit nicht genug: Darf die Protagonistin doch nicht nur eine entzückende kleine Dreijährige, sondern auch noch einen Job als Redaktionsassistentin beim Fernsehen ihr eigen nennen.
Dieses geschickt gewählte Ambiente samt den dabei enthüllten Interna garantiert, dass auch jene Fans der HR-Moderatorin und Ex-Sportredakteurin am Ball bzw. am Buch bleiben, die aus Unkenntnis des ersten Bandes "Frisch gepresst" kein Wiedersehen mit liebgewordenen Figuren wie der Eso-Öko-Wg-Inge und ihrem Baby, das aussieht wie ein Tiefkühlhühnchen, genießen können.
Und so lernen wir, dass in der Senderhierarchie die Kultur ganz oben (wenn auch nicht quotenmäßig), die Unterhaltung eher in der unteren Mitte und der Sport ganz unten stehen. Außerdem verrät die Ex-Jurastudentin Fröhlich allen, die das immer schon mal wissen wollten, dass sich Business und Economy bei der Lufthansa lediglich durch die Bereitstellung eines Sandwich, diverser Zeitschriften und einer Möglichkeit, den Mantel aufzuhängen, sowie natürlich den doppelten Preis unterscheiden.
Ausgesprochen treffend und souverän bewegt sich die Handlung zwischen selbstgefälligen TV-Göttern, Kindergartenflohmärkten, betrunkenen Promi-Gästen mit exklusiven Sonderwünschen, Windpocken (und der damit verbundenen Schwierigkeit, kurzfristig eine Kinderbetreuung zu organisieren), Dessous-Parties und Sex in allen Lebenslagen …
Und ist die kunterbunte Reise durch die Befindlichkeiten und ergötzlichen Ereignisse im Leben der Andrea S. auf Seite 335 viel zu früh zu Ende, dann bleibt der Leserin nur eine tröstliche Hoffnung: Dass nämlich der Mensch in seiner Eigenschaft als Nesthocker deutlich länger als drei Jahre im elterlichen Haushalt verweilt … - und dass eine begnadete Schreiberin wie Susanne Fröhlich mit Sicherheit auch in Zukunft nicht darauf verzichten können wird, die kurzweiligen Begebenheiten ihrer vierköpfigen Familie zu Papier zu bringen …


Michaela Pelz (krimi-forum.de)

 

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