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Buch des Monats - Es wird mir fehlen, das Leben
 

In Zusammenarbeit mit

Dieses Buch möchte ich Euch unbedingt empfehlen. Ich habe es gelesen und einige Pakete Taschentücher verbraucht. Die Rezension hat allerdings Michaela vom Krimi-Forum für uns geschrieben. So gut hätte ich sie niemals schreiben können. Danke.

Klappe:
Ruth Picardie ist eine typische junge Frau der neunziger Jahre: scharfsinnig, eigenwillig, ganz die „abgeklärte postfeministische Braut“.
Sie ist zweiunddreißíg, glücklich verheiratet und frischgebackene Mutter von Zwillingen, als sie die Diagnose erhält: Krebs, an dem sie ein Jahr später sterben wird. Statt zu resignieren, beschrieb die Journalistin ihre Krankheit und ihr Leben bewußt provozierend und voller Galgenhumor.

Bestellmöglichkeit

Es wird mir fehlen, das Leben

Ruth Picardie

Preis: EUR 7,50

Broschiert - 175 Seiten - Rowohlt TB-V., Rnb.
Erscheinungsdatum: 2000
ISBN: 3499227770

Rezension:

Was muß das für ein Buch sein, daß dem Leser (oder wohl eher der Leserin) noch minutenlang nach Beendigung der Lektüre die Tränen aus den Augen strömen läßt?
Aber, noch viel wichtiger, was muß das für eine Frau (gewesen) sein, die im Angesichts des Todes E-Mails und eine Kolumne schreibt, die zum köstlichsten gehören, was man (oder wohl eher frau) jemals gelesen hat – so respektlos, ironisch, teilweise sarkastisch oder einfach nur
hemmungslos komisch wird hier mit dem „bösen K-Wort“ umgegangen und mit all dem, was mit einer Krankheit wie Brustkrebs zusammenhängt.
Ruth Picardie ist jemand, den man schon nach den ersten Zeilen ins Herz schließt – ihr Bild auf dem Buchcover, das so viel Lebensfreude und Humor ausstrahlt, tut ein übriges, um dafür zu sorgen, daß man die Wahl-Londonerin noch lange im Gedächtnis behält, auch wenn man weder
sie, noch ihre Artikel im Life-Magazin des Observers gekannt hat und sie bereits seit dem 22. September 1997 tot ist.
Die im Buch enthaltene elektronische Korrespondenz zwischen der Tochter südafrikanischer Emigranten und ihrer alten Freundin Carrie in Vietnam, dem schwulen Jamie, der an AIDS erkrankt ist und India, einer Journalistenkollegin beginnt im November 1996.
Naturgemäß setzt sich Ruth darin mit den aktuellen Entwicklungen ihres Krankheitsverlaufs, sowie der Behandlung auseinander – auf herrlich pointierte Art und Weise, wenn sie etwa beschreibt, wie sie, (wer würde das in einer solchen Situation nicht tun!) auf „jede noch so verrückte Diät“ einsteigt und „jeden rauschebärtigen Heiler der Branche“ konsultiert, als Chemo und Strahlentherapie versagen.
Und der Leser weiß ganz genau, wie sie sich fühlen muß, wenn sie Jamie vorschlägt: „Sollen wir einen albernen Film machen, den man nach unserem Tod auf BBC2 zeigen kann? Überbelichtet und schwarzweiß, damit wir toll aussehen, jede Menge Zeitlupen-Gerenne am Strand und Tom Cuise und Nicole Kidman, die unsere E-Mail-Korrespondenz rezitieren.“
Darüberhinaus geht es aber in Ruths Briefen und in ihren Kolumnen auch um andere, in diesem Fall jedoch ganz und gar nicht triviale, Dinge: zum Beispiel darum, wie durch Kauforgien – etwa von Wäsche oder Kosmetika – das Wohlbefinden einer Frau, selbst wenn sie totkrank ist, um ein Beträchtliches steigerbar ist. Darum, daß das Schlimmste am Sterben die Tatsache ist, daß sie nun niemals die 4. Staffel von „Emergency Room“ sehen und nicht wissen wird, wie es mit Doug Ross und Schwester Carol Hathaway weitergeht. Oder darum, wie die Umwelt mit einer Todgeweihten umgeht – wer nicht betreten schweigt, will mit der nun sehr populären
Journalistin essen gehen, damit er sich auf ihrer Beerdigung bedauern lassen kann.
Welchen Nerv die Frau mit der scharfen Zunge englandweit bei den Menschen getroffen hat, zeigen die Reaktionen auf die fünf Artikel, die sie auf Betreiben ihrer Schwester vor ihrem Tod in der Sonntagsbeilage des „Observer“ veröffentlichte. Stapel von Leserbriefen waren die Folge.
Manche (zur Aufmunterung?) mit der Schilderung des eigenen schrecklichen Schicksals. Andere, in denen man sich für ihren schwarzen Humor bedankte und sie beschwor durchzuhalten. Und wieder andere, die außer unendlichem Mitgefühl zauberhafte Geschenke enthalten – und damit sind nicht die Bibeln und Traktate christlicher Rückbesinnung gemeint... So versuchte etwa ein Mitarbeiter von Channel 4, leider erfolglos, dem Ärzteserienfan
Picardie doch noch Kassetten mit der Fortsetzung von „E.R.“ zu verschaffen.
In jeder Hinsicht also lesenswert, dieses Buch, das die Schwester und der Mann der Verstorbenen aus dem schriftlichen Nachlaß zusammengestellt haben.
Ein Buch, das unendlich rührend ist – ohne jemals rührselig zu werden, betroffen macht – ohne deshalb in „Betroffenheitsliteratur“ abzurutschen und, bei allem Schmerz und der Trauer, die der Gedanke hervorruft, daß eine Mutter ihre Kinder nur zwei Jahre auf deren Lebensweg begleiten
durfte, Mut und Hoffnung ausstrahlt.
Und außerdem Hochachtung und Dankbarkeit darüber erweckt, was diese tapfere Frau ihrer Familie, ihren Freunden und uns, völlig Unbekannten, hinterlassen hat.
Also: Kaufen, lesen – und die große Packung Taschentücher nicht vergessen!

Michaela Pelz - Krimiforum.de

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