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Buch des Monats - für das beste im mann
 

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Frische Ehe, junges Glück, die Liebe glüht, es fehlen nur noch Kinder. Der emanzipierte Mann sagt selbstverständlich ja, und dann ist nichts mehr so, wie es einmal war. Am Wickeltisch kommt er ins Schwitzen - und fragt sich still, was wohl das Beste für ihn sei: Familie, Verantwortung und Lebensernst oder nicht doch der alte Traum von Freiheit ohne Bindung? John O’Farrell erzählt mit Humor, coolem Witz und Ironie von einer (fast) perfekt organisierten Variante der Männerphantasie - Frauen, aufgepasst!

Bestellmöglichkeit

für das beste im mann

John O' Farrell

Preis: EUR 20,50

Sondereinband - 296 Seiten - Droemer Knaur, Mchn.
Erscheinungsdatum: 2001
ISBN: 3426195275

Rezension:

Ein "Frauen"buch, von einem MANN geschrieben - geht das überhaupt?
Ja.
Unbedingt.
Kein Zweifel.

Und wie groß sind die Chancen, dass auch Männer einen solchen Roman nicht nur aus Höflichkeit zur Hand nehmen, sondern von der ersten bis zur letzten Zeile verschlingen?
Groß.
Sehr groß.
Vorausgesetzt, der Autor heißt John O'Farrell und wir sprechen über "für das beste im mann".

Ganz anders gefragt:
Für wie verführerisch halten Sie die Idee, alles das, was ein Mensch zum Leben braucht, in unmittelbarer Nähe Ihres Bettes aufzubewahren?
Gut, Telefon, Fernbedienung und Stapel von Zeitungen liegen vielleicht schon jetzt auch bei Ihnen griffbereit, aber was ist mit einem Toaster, einem Wasserkocher (sofern Sie Teetrinker sind) und der absoluten Krönung: einem Kühlschrank, der sich öffnen lässt, ohne sich dafür auch nur einen Meter von ihren Lieblingslaken wegbewegen zu müssen ...??!!
Wenn all das - verbunden mit dem Gedanken, erst und ausschließlich dann aufstehen zu müssen, wenn Sie wirklich Lust dazu haben - Ihren Vorstellungen eines idealen Lebens ziemlich nahe kommt, dann ist das hier IHR Buch.

Ach ja, eine winzige Kleinigkeit noch: Sollten Sie Kinder haben, vorzugsweise solche, deren Körpergröße sich noch in Zentimetern bemisst, dann werden sie spätestens ab Seite 25 Schwierigkeiten haben, ihre Lachmuskeln unter Kontrolle zu halten.

Denn so richtig absurd wird sie Ihnen gar nicht vorkommen, die Geschichte von Michael, dem Jingle-Komponisten, der morgens das Haus verlässt, seine gestresste Ehefrau, die plärrenden Kinder und alles, was zu einem richtigen Familienchaos gehört, hinter sich lässt und geht - aber nicht etwa zur Arbeit, sondern in eine andere Wohnung.
In der - wieder ein gerne genommener Irrtum - keine andere Frau auf ihn wartet, sondern drei Männer, die absolut keine Ahnung haben, wohin der Typ, der das vierte Zimmer in ihrer WG gemietet hat, regelmäßig verschwindet.
Und es interessiert sie auch nicht. Denn Paul, der Lehrer, der sich nicht gegen seine Schüler durchsetzen kann, Simon, der eine Vorliebe für Quizfragen jeglicher Art, aber keinen Erfolg bei Frauen hat und Jim, von Beruf Sohn, der seit Jahren an seiner Promotion arbeitet - sie alle wollen in erster Linie ihre Ruhe und dann natürlich Spaß im Leben haben.
Das wiederum deckt sich wunderbar mit Michaels Wünschen, der seine Tage meist im Bett verbringt, vor allem dann, wenn zu Hause die Kinder wieder einmal für kurze Nächte gesorgt haben. Dann schläft er aus, sieht fern und spielt Computerspiele.
Ab und an arbeitet er auch - an einer neuen Komposition, die er mit dem im Zimmer befindlichen Equipment produziert. Weswegen er auch keine Skrupel hat, seiner Frau Catherine zu erzählen, er befinde sich in seinem Studio.
Doch dann kommt es, wie es kommen muss: Das schlechte Gewissen ergreift Besitz von dem bis zu diesem Moment trotz aller Fehler recht passablen Helden, er entschließt sich, sein Doppelleben aufzugeben - doch just dann kriegt Catherine, Ex-Schauspielerin alles raus und verlässt ihn mitsamt den Kindern.

Ob und wie Michael den Karren wieder aus dem Dreck zieht, das liest sich ebenso köstlich, wie seine seitenlangen pointierten Beobachtungen zu Lust und Last des Elterndaseins.
Und jede Zeile davon ist nur zu wahr.
Beobachten Sie einmal, wie scheinbar völlig normale, intelligente und aufgeklärte Mitteleuropäer zu Wesen mutieren, deren bevorzugtes Konversationsthema um die Beschaffenheit kindlicher Ausscheidungen kreist, sobald aus einem Paar eine Familie geworden ist, mit Mann, Frau, Kind(er) - jedes davon am Anfang harmlose sechs bis acht Pfund Lebendgewicht, verteilt auf durchschnittlich 50 Zentimeter.
Sehen Sie sich die Ringe unter den Augen dieser Leute an und Sie werden wissen, weswegen der kontinuierliche Schlafentzug eine der erfolgreichsten Foltermethoden darstellt.
Vor einem solchen Hintergrund lässt sie sich sehr gut nachvollziehen, die Versuchung, sich dem Leben zu dritt, viert, fünft .... zumindest auf Zeit zu "entziehen".

Allerdings - und hier kommt die, in jeder guten Komödie vorhandene, Moral von der Geschichte: Sich den täglichen Herausforderungen zu stellen, hat auch viel mit selbst "erwachsen werden" zu tun und das sollte für Menschen, die kleine Menschen in die Welt gesetzt haben und jeden Tag versuchen, sie fürs Leben fit zu machen, eigentlich fast selbstverständlich sein.
So wird das, was am Anfang einfach nur skurril und brüllend komisch wirkt, nach und nach bittersüß, fast schon philosophisch - denn natürlich begreift auch Michael, als er alles verloren hat, was für ihn so selbstverständlich und oftmals sogar lästig war, wie sehr er das häusliche Durcheinander vermisst.
Vielleicht ein Trost für all jene geplagten jungen Eltern deren Ehe ebenfalls aufgrund der Situation mit einem oder mehreren Kleinkindern ein wenig in der Krise steckt.

Doch wenn auch gegen Ende zumindest die weibliche Leserschaft zur Tempo-Familienpackung greifen wird - aufgrund von grenzenloser Rührung nach den unstillbaren Lachtränen, die auf die Beschreibung der Entbindung (Seite 267 ff) unweigerlich folgen müssen - so wird das Buch doch nie peinlich.

"für das beste im mann" lautet der Slogan für den schwenkbaren Doppelklingen-Scherkopf mit Lubrastrip eines Rasierklingenherstellers, dem das Buch seinen Titel verdankt.
"weil ich es mir wert bin ... ... mal wieder so richtig herzhaft zu lachen" sollte Ihre Devise lauten, bevor Sie sich eine Auszeit nehmen um diesen Roman bis zur letzten Seite genüsslich zu verschlingen.

Rezension von Michaela - Krimiforum.de

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