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Mutter Kind Kur

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Mutter Kind Kur



  DIE BEITRÄGE  
 

Mutter-Kind-Kuren gibt’s nicht mehr?

Gibt’s doch!

 

Durch die Presseberichterstattung der letzten Monate kam es bei vielen Frauen zu Unsicherheiten bezüglich Ihres Rechts auf Durchführung einer Mutter-Kind-Kur. Tatsache ist, daß es zu gesetzlichen Änderungen kam, daß aber Mutter-Kind-Kuren weiterhin von den Krankenkassen finanziert werden.

Die aktuelle Lage stellt sich nun wie folgt dar:

Müttergenesungskuren bleiben weiterhin eine Pflichtleistung der gesetzlichen Krankenkassen. Es bleibt jedoch den Krankenkassen überlassen, ob sie Kuren voll oder nur zum Teil finanzieren.

Urlaubstage werden auf Müttergenesungskuren nicht angerechnet. Die Regelkurdauer wird von 4 Wochen auf 3 Wochen verkürzt. Die Kur kann jedoch auf 4 Wochen verlängert werden, wenn es aus gesundheitlichen Gründen notwendig ist.

Der Anspruch auf eine Kur besteht alle 4 Jahre. Bisher waren es 3 Jahre.

Im Falle einer tariflichen Kürzung der Lohnfortzahlung um 20%, erhalten auch berufstätige Mütter während der Kur nur 80% ihres Lohnes oder Gehaltes.

Mit dem Gedanken an eine Mutter-Kind-Kur tauchen viele verschiedene Fragen auf: „Kommt so eine Kur überhaupt für mich in Frage?" und „Was mache ich mit meinen Kindern?" „An wen muß ich mich wegen einer Kur eigentlich wenden?"

Kompetente Informationen über Mutter-Kind-Kuren finden sich im Internet z.B. unter www.kur.org oder bei den Beratungsstellen der Wohlfahrtsverbände. So unterhält z.B. der Paritätische Wohlfahrtsverband ein Beratungstelefon, das kostenlos bundesweit über Mutter-Kind-Kuren und die Wahl der richtigen Einrichtung informiert (0800/2 23 23 73)

Schwanger zur Kur - geht das denn?

Nur wenige Mutter-Kind-Kureinrichtungen haben sich auf schwangere Patientinnen spezialisiert. Eine dieser Einrichtungen ist das „Haus Waldfrieden" in Buckow / Brandenburg. Nachfolgend Auszüge aus der Medizinischen Konzeption für Schwangere Frauen:

Gefährdete Schwangerschaft - Hilfe durch ganzheitliche Therapie

Mütter sind von gesellschaftlicher Benachteiligung, die für Frauen vielfach belegt ist, besonders betroffen:

Durch geschlechtsspezifische Sozialisation auf ihre Rolle als Ehefrau und Mutter vorbereitet, werden sie in der Regel für das Funktionieren von Beziehungen, für Kindererziehung und Haushalt verantwortlich gemacht. Oft wird von ihnen erwartet, keine eigenen Ansprüche und Bedürfnisse zu äußern, sondern vor allem für die Familie, den Mann, die Kinder dazusein.

Bekanntlich verschlechtert sich statistisch der Gesundheitszustand von Müttern mit steigender Kinderzahl.

Neben den Aufgaben in der Familie wird von Frauen auch erwartet, daß sie ihre berufliche Rolle ausfüllen. Dabei sind sie in der Regel schlechteren Bedingungen ausgesetzt als Männer. Häufig wählen sie haushaltsnahe Berufe im Pflege-, Erziehungs- oder Dienstleistungsbereich, die emotional und körperlich stark belasten und meist schlechte Verdienstmöglichkeiten bieten.

Weiter verschärft wird diese Problematik in den neuen Bundesländern, in denen die gesellschaftliche Entwicklung ("Wende") gerade den Frauen erhebliche Anpassungsleistungen abverlangt. Viele wurden nach Jahren beruflicher und wirtschaftlicher Eigenständigkeit arbeitslos.

Die dreifache Belastung durch Haushalt, Kinder und Beruf bzw. Arbeitslosigkeit erschöpft bei vielen Frauen die erreichbaren Bewältigungsresourcen. Oft genug kommen weitere Belastungen hinzu; die Instabilität einer Partnerschaft, die Abwesenheit des Vaters, das Zerbrechen eines Familien-Systems. Die schwierige Lage einer alleinerziehenden Mutter führt schnell in soziale Isolation und wirtschaftliche Engpässe. Auch die Versorgung eines pflegebedürftigen Angehörigen, eines behinderten oder chronisch kranken Kindes kann das Maß des Tragbaren übersteigen.

Die Rollenüberforderung führt in körperliche und seelische Probleme, die sich auf Dauer in einer gesundheitlichen Destabilisierung, in somatischen und / oder psychischen Beschwerden niederschlagen.

belastete Kinder

Auch Kinder sind heute spezifischen Belastungen ausgesetzt: Oft sind ihre Lebensräume nicht kindgerecht und die Wohnverhältnisse beengt. Die Umweltbelastungen (z.B. Luftverschmutzung, Ozon) nehmen zu; die kindlichen Abwehrkräfte (z.B. gegen allergene Immissionen) sinken.

Viele werden von überforderten Erwachsenen nicht ausreichend begleitet und angeleitet (Fehlernährung, Bewegungsarmut, Freizeitverhalten, Medienkonsum).

Familiäre Konfliktsituationen, Familienzerfall und Trennungskrisen belasten Kinder oft schwer.

Die gesellschaftlichen Ideale setzen früh hohe Leistungsanforderungen (Anpassungsdruck im Kindergarten, Schul-Stress, Erfolgserwartungen der Eltern) und engen Kinder zusätzlich ein.

Diese Belastungen sind für viele Kinder kaum zu bewältigen; sie gehen mit seelischen und auch körperlichen Beschwerden einher, die therapeutische Unterstützung erfordern.

Wo die rechtzeitige Hilfe unterbleibt, entstehen früher oder später erhebliche gesellschaftliche Kosten. 

"Patient Familie"

Zwischen den psychosozialen und somatischen Beschwerden der Kinder und denen der Mütter besteht eine Wechselwirkung, die für beide Seiten die gesundheitliche Belastung noch größer macht.

Nicht selten führt dieser Wirk-Zusammenhang zu einer nachhaltigen Störung der Mutter-Kind-Interaktion, ja zur Destabiliserung eines ganzen Familiensystems.

In unserem Gesundheitssystem gibt es üblicherweise wenig Unterstützung für den "Patienten Familie". Eine primär individuelle Sicht von Krankheit steht im Vordergrund; entsprechend setzt die Therapie beim Symptom-Träger an statt beim gesamten Familiensystem.

Eine Mutter-Kind-Kur in Haus Waldfrieden nimmt den "Patienten Familie" in Blick; sie ist der erste Schritt zur Wiederherstellung der Gesundheit und zu einem gesünderen Lebensstil.

Der Zusammenhang zwischen mütterlicher Gesundheit und Gesundheit des Kindes wird bei schwangeren Frauen besonders deutlich. Selbst wenn eine Schwangerschaft ohne Komplikationen verläuft, bedeutet sie oft eine krisenhafte Veränderung der gesamten Familiensituation, die zur gesundheitlichen Belastung werden kann und einen Anspruch auf fachliche Hilfen begründet. Dies gilt um so mehr, wenn eine Schwangerschaft unter Störungen oder Gefährdungen zu leiden hat. Eine Gefährdung der schwangeren Mutter betrifft unmittelbar das werdende Kind und auch die "werdenden" Geschwister. Ebenso belastet eine Störung oder Gefährdung der embryonalen bzw. fetalen Entwicklung unmittelbar die Mutter und die Geschwister.

Kuren für schwangere Frauen

Dieser pränatalen Verflochtenheit gilt die besondere Aufmerksamkeit und therapeutische Zuwendung in "Haus Waldfrieden".

Haus Waldfrieden ist deshalb speziell auf die Aufnahme von schwangeren Frauen mit ihren Kindern eingerichtet. Wenn die Gynäkologin / der Gynäkologe der Frau keine Einwände hat, kann eine Schwangere in jeder Phase der Schwangerschaft zur Kur anreisen; ggf. auch kurzfristig nach einer notwendigen stationären Behandlung.

Zielgruppen

Dabei kann es z.B. um die Förderung der Rekonvaleszenz nach Erkrankungen in der Frühschwangerschaft gehen oder um Gefährdungen im Hinblick auf Prä- oder Dysmaturität.

  Zielgruppen der Arbeit mit Schwangeren sind u.a.
besonders junge oder relativ alte Schwangere,
Alleinerziehende ohne stabile Partnerbeziehung,
Frauen mit zu niedrigem Relativgewicht bzw. ungenügender Gewichtszunahme in der Schwangerschaft,
Mehr- bzw. Vielgebärende,
Zwillingsschwangerschaften,
Frauen mit einer anamnestischen geburtshilflichen Belastung (Abortus, untergewichtige Kinder, Totgeburten),
Schwangere nach Sterilitätsbehandlung,
Frauen mit leichten bis mittelschweren Gestosen.

 

Kleine Patienten - ernstgenommen

Kinder, die zu uns zur Kur kommen, sehen wir nicht nur als Begleitung der Mutter. Wir gehen davon aus, daß jedes Kind als kleiner Patient ernstgenommen sein will und muß - ob nun wegen einer eigenen Erkrankung oder wegen des Zusammenhangs mit der Krankheit der Mutter. Deshalb halten wir für Kinder besondere therapeutische Möglichkeiten bereit. Unter anderem bieten eine Kinderärztin und ein Kinderpsychologe kompetente Hilfen an. Eine wöchentliche Kinder-Fallbesprechung überprüft und optimiert die Therapie fortlaufend.

Anmerkung von Jeanette: In den meisten Kurhäusern werden Kinder erst ab dem 3. Lebensjahr betreut.

chronisch kranke Kinder

Insbesondere chronisch oder rezidivierend kranke Kinder belasten die Mutter und das Familien-system oft gravierend. Hier liegt ein Schwerpunkt unserer therapeutischen Arbeit mit Kindern und ihren Müttern.

vielschichtige Störungen - vielschichtige Therapie

So vielschichtig die Gesundheitsstörung des Kindes ist, so vielfältig muß die therapeutische Hilfe ansetzen. Dabei geht es vor allem um folgende Sicht- und Zugangsweisen:

unmittelbare therapeutische Maßnahmen für das Kind:

z.B. bei chronischen Erkrankungen der oberen bzw. unteren Atemwege:

Kneipp-Anwendungen, Terraintraining, therapeutisches Schwimmen, Inhalationstherapie, Atemtherapie und vieles andere mehr zur Stabilisierung der Abwehrlage.

 

z.B. bei verhaltensauffälligen oder hyperaktiven Kindern:

spielpädagogische Angebote in der Kindergruppe zur Verbesserung des Sozialverhaltens; kindgemäße Entspannungsformen bis zu Autogenem Training für Kinder zur Bewälti-gung kindlicher Unruhe.

 

z.B. bei Kindern aus schwierigen sozialen bzw. familiären Verhältnissen:

kindertherapeutische Begleitung zur Bearbeitung traumatisierender Erfahrungen (Gewalt, Mißbrauch usw.)

Verbesserung der Mutter-Kind-Interaktion

Einige Therapien werden gemeinsam mit der Mutter durchgeführt: z.B. Ölbäder als Familienbad oder kreative Angebote für Mutter und Kind oder gemeinsames Turnen, Tanzen und ähnliche Programme. Die dabei erzielte Verbesserung der Mutter-Kind-Beziehung wirkt unmittelbar heilsam auf das Befinden von Mutter und Kind.

Stärkung der Elternkompetenz

Im Verlauf der Kur können Mütter Techniken erlernen, die ohne weiteres zu Hause weiter-geführt werden können und die Kompetenz fördern, mit einer chronischen Erkrankung oder Störung des Kindes besser umzugehen. Das therapeutische Spektrum reicht von phantasievollen und interaktionsfördernden Anregungen zur Salbung des Kindes (z.B. bei Hauterkrankungen) bis zur Vermittlung von grundlegenden Fachkenntnissen und Bewältigungstrategien in einer Asth-maschulung; von Gesprächskreisen über pädagogische Themen bis zur kinderpsychologischen Beratung.

Weitere Informationen zu Kuren im Haus Waldfrieden gibt es unter http://www.kur.org oder kostenlos über Info-Telefon 0800/2232373.

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